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Mit Auto oder Bahn

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Sie planen einen Tagesausflug ans Wasser, eine Familientour in die nähere Umgebung oder einen Wandertag in die Berge? Wir stellen Ihnen die schönsten Ausflugsziele vor, die Sie mit Auto oder Bahn erreichen können!

Rheinsberg und Umgebung 

Berühmt ist das Städtchen Rheinsberg wegen seines schönen Wasserschlosses. Hier ist alles kleiner als in Sanssouci, aber hier wohnte ja auch »nur« Kronprinz Friedrich II., der erst später als der »Alte Fritz« berühmt wurde. Das Innere des Schlösschens wird für Kinder spannend, wenn Sie die »leeren« Räume durch Geschichte(n) mit Leben füllen. Informieren Sie sich, was Kinder seinerzeit so machten, lassen Sie das Hofgeschehen aufleben. Ihr Nachwuchs wird sich begeistert goldverzierte Flügeltüren und Stuckdeckenbilder anschauen. Sind Kindergruppen angemeldet, stellen sich die Museumsmitarbeiter bei ihren Führungen auf die jungen Gäste ein. Der Kontrast zum »Kulturprogramm«: eine kleine Paddeltour oder eine Schiffsfahrt auf dem malerischen Grienericksee hinein in die Rheinsberger Seenkette. Auch ein Abstecher zum rund 20 km entfernten Heimattierpark in Kunsterspring oder zum Dorf Zechlin (ca. 10 km von Rheinsberg), wo der Müller Besucher in die Geheimnisse »seiner« uralten Wassermühle einweiht, lohnt. Rund 15 km von Rheinsberg entfernt liegt das Örtchen Menz. Im NaturParkHaus-Stechlin erfahren Kids Interessantes über die Pflanzen und Tiere in »Wald, Moor und See«. Die Erlebnisausstellung zum Lebensraum Wald eignet sich für die ganze Familie: anfassen, riechen, selbst entdecken! Kindergruppen werden vom Förster auch direkt durch den Forst geführt, in dem sie jede Menge Heidelbeeren und Pilze finden (Achtung, nur mit Anmeldung!).

Anfahrt:
Auto: A24 Ri. Hamburg, Abf. Kremmen, üb. Lindow
Bahn: RB 12 (Fahrzeit: jeweils ca. 1,5 Std.)

Informationen:
Schlossmuseum-Rheinsberg:
Tel. 033931-72 60.
April-Okt Di-So 9.30-17, Nov-März Di-So 10-16 Uhr. Tägl. 12.30-13 Uhr Mittagspause (gilt nur für die Kasse).
Eintritt mit Führung: Kinder € 3, Erw. € 4.

Reederei Halbeck:
Markt 11
16831 Rheinsberg
Tel. 033931-386 19

Mühlenmuseum Dorf Zechlin:
Am Kunkelberg 14
16837 Zechlin
Tel. 033923-702 67.
Öffnungszeiten bitte telefonisch erfragen.
Eintritt: Erw. € 1,50, Kinder € 1.

NaturParkHaus-Stechlin:
Kirchstr. 4 am Friedensplatz
16775 Menz
Tel. 033082-512 10.
Öffnungszeiten: Mai-Sep tägl. 10-18, Okt-April tägl. 10-16 Uhr.
Eintritt: Kinder (bis 12 J.) € 2, Erw. € 4, Familien € 8.


Pfaueninsel 

Wunderschöne Pfauen sind die Attraktion dieser kleinen Insel, und wenn man Glück hat, schlagen die prächtigen Geschöpfe ihre Federn zum Rad. Per Fähre (Gebühr: € 1) gelangt man vom Anleger Nikolskoer Weg auf das abgeschiedene Eiland mitten im Wannsee, das gleichzeitig Berlins größtes Naturschutzgebiet darstellt. Das kleine Traumschloss an der Südwestspitze, das Friedrich Wilhelm II. 1794 für seine Geliebte erbauen ließ, dient heute als Museum für Gemälde, Porzellan und Möbel. Eintritt mit Führung: Erw. € 3, Kinder bis 14 J. € 2,50. Geöffnet: Mai-Okt Di-So 10-13 u. 13.30-17 Uhr. In der Mitte der Insel liegt das Vogelhaus, in dem Fasane, Jungpfaue und bunte Papageien leben. Etwas weiter Richtung Fährhafen stößt man auf einen romantischen Brunnen mit Wasserfall. Pferde und Gänse leben auf einem alten Bauernhof im Nordosten der Insel. Hier gibt es eine große Liegewiese zum Entspannen.

Adresse:
Pfaueninselchaussee
14109 Berlin

Öffnungszeiten der Insel:
Mai bis August Di-So 8-20, April und September 8-18, November-Februar 10-16 Uhr


Grunewald 

Eine Erkundungstour durch den Berliner Forst starten Sie am besten am S-Bahnhof Grunewald. Auf dem Neuen Schildhornweg gelangen Sie zunächst zum Teufelssee, an dessen Ufer das 1871 erbaute Wasserwerk steht, heute Heimat des Natur- und Umweltzentrums Ökowerk. Nur ein paar Schritte entfernt befindet sich der Teufelsberg, die mit 115 m höchste Erhebung Berlins, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Schutt und Asche entstand. Der Berg soll zwar bebaut werden, doch zumindest vom benachbarten, etwas niedrigeren Hügel bleibt Ausflüglern der Blick über den Grunewald. Und bei gutem Wind ist die Anhöhe ein idealer Ort, um Drachen steigen zu lassen. Eine zweite Tour führt vom S-Bahnhof Grunewald in den süd-östlichen Zipfel des Forstes in die berühmte Villenkolonie an der Koenigsallee. Im Naturschutzgebiet Hundekehlefenn verlassen Sie die asphaltierte Koenigsallee und marschieren auf weichem Waldboden in Richtung Grunewaldsee. Einmal um den See herumlaufen, dann haben Sie sich eine Pause im Forsthaus Paulsborn verdient. Wer noch Energie übrig hat, wandert durch das Naturschutzgebiet Langes Luch, bis die Gewässer Krumme Lanke und Schlachtensee durch die Bäume schimmern. Beide Seen lassen sich auf schönen Wanderwegen umrunden. Die Bahn fährt Sie nach einem Tag im Grünen dann wieder nach Hause (U-Bahn Krumme Lanke oder S-Bahn Schlachtensee).


Reisen mit dem DB Autozug

Stellen Sie sich vor: Sie möchten mit Kind und Kegel an den Strand ins schöne Italien oder Sie wollen gemeinsam die Bergwelt Österreichs erkunden - ganz einfach. Und jetzt verbringen Sie den ersten Urlaubstag im Stau, Ihre Kinder werden langsam quengelig ... Wer kennt das nicht?
Eine gute Alternative dazu ist die problemlose An- und Abfahrt mit dem DB Autozug in die Urlaubsregion: Mit Auto und Zug können Sie entspannt in den Urlaub starten und schon den ersten Urlaubstag für gemeinsame Familien-Aktionen nutzen – schließlich lassen sich im eigenen Abteil die wunderbarsten Spiele spielen, Geschichten erzählen oder die vorbeirauschenden Landschaften bewundern. Über Nacht reisen Sie z. B. in einem geräumigen Liegewagenabteil, belegbar mit bis zu 5 Personen, direkt nach Frankreich, Italien, Kroatien oder Österreich. Ihr Auto fährt auf dem Transportwagen mit und steht bereit für Ausflüge in der Urlaubsregion oder für Fahrten zum Strand.

Verbindungen:
Von Berlin können Sie zum Beispiel nach Lörrach, München, Avignon, Narbonne, Bozen, Verona, Innsbruck, Salzburg oder Villach reisen.

Kontaktinformationen:
Information und Buchung über das DB Autozug Servicetelefon unter 01805 /
24 12 24 (12ct./Min.), überall, wo es Fahrtkarten gibt sowie unter www.dbautozug.de.

Mit dem Fahrrad

Schnappen Sie sich ihren Drahtesel, treten Sie in die Pedale und schon geht es los – schöne Strecken für Ihre nächste Familien-Fahrradtour finden Sie hier. Und nicht vergessen: Den lecker gefüllten Picknickkorb für die Pause!

Mit dem Fahrrad durchs Treptower Grün 

Eine richtige Fahrradtour für Kinder führt – ganz gefahrlos – nur durchs Grüne. Von der S-Bahn-Station Treptower Park aus überqueren Sie die Puschkinallee, und schon gehts ohne störende Autos durch die grüne Anlage. Bald ist das sowjetische Ehrenmal in Sicht, das 1946-49 für die im Kampf um Berlin gefallenen Soldaten errichtet wurde. Lässt man das Ehrenmal rechts liegen und hält sich links, gelangt man zur Archenhold-Sternwarte. Wieder in linker Richtung überqueren Sie die Straße Alt-Treptow und radeln geradeaus bis zu einer kleinen Fußgängerbrücke, die zur »Insel der Jugend« führt. Ein kleiner Abstecher dorthin lohnt sich! Denn die Wiesen dort eignen sich ganz hervorragend für ein Picknick. Alternative: Sie begeben sich schon jetzt auf den Rückweg und kehren kurz hinter der Brücke in der Gaststätte »Zenner« zu einem Snack oder kühlen Drink ein. Oder Sie kaufen sich am Anleger der Stern- und Kreisschiffahrt ein Eis. Von dort ist es nur ein Katzensprung bis zum S-Bahnhof.


Die Tour »Alter Fritz« 

Besichtigung von alten Gebäuden – wie öde! Wer kennt das nicht: Die Erwachsenen begeistern sich für architektonische Besonderheiten, ihre Sprösslinge schlurfen gelangweilt hinterher und werden von Minute zu Minute quengeliger. Doch es gibt einen Weg, Sightseeing auch für Kinder spannend zu machen: Entdecken Sie Potsdam mit dem Fahrrad! Dank eines Modellprojekts der Stadt geht das hier besonders einfach – mit der Tour »Alter Fritz«. Damit sich niemand verfährt, geleiten Hinweisschilder die Radler rund 15 km durch die ganze Stadt. Los gehts am Bahnhof »Potsdam Stadt«. Über die Lange Brücke gelangen die Radler zum Marstall, in dem das Filmmuseum untergebracht ist. Die Dortusstraße überquert, sehen sie links das Potsdam-Museum, das die aufregende Geschichte der Stadt dokumentiert. Was ist das denn zu Ihrer Linken, eine Moschee mitten in Potsdam? Das Gebäude sieht nur so aus, als würde im Innern gebetet. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein Dampfmaschinenhaus mit technischem Museum. Noch ein paar Meter weiter, und zur Linken des kleinen Pedalritters fließt die Havel. Weiter gehts zum Schloss Charlottenhof und um den gesamten Park Sanssouci herum, vorbei an königlichen Anlagen wie dem Neuen Palais und dem Schloss. Die Kids dürfte die historische Windmühle interessieren (April-Okt Di-So geöffnet). Nach dem vielen Grün geht es jetzt wieder durch die Stadt bis zur Siedlung Alexandrowka, die eigens für einen russischen Militärchor gebaut wurde. Die Häuser der Kolonie wirken wie einem russischen Märchen entsprungen. In einem Blockhaus ist seit 2005 ein Museeum untergebracht. Und schon kommt die nächste Parkanlage: der »Neue Garten« mit dem Schloss Cecilienhof. Hier heißt es erst mal absteigen und schieben, Fahrrad fahren ist am Ufer des Jungfernsees nämlich nicht erlaubt. Aber keine Angst: Sobald die »Berliner Vorstadt« beginnt, dürfen Sie sich wieder auf den Sattel schwingen. Erneut führt der Weg an der Havel entlang zum z.T. liebevoll restaurierten Holländischen Viertel. Die Häuser dort wurden im Auftrag des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. errichtet, um es Einwanderern aus Holland heimisch zu machen. Nur wenige Radminuten sind es von »Klein-Amsterdam« bis zum Alten Markt mit der Nikolaikirche und dem historischen Rathaus. Auf der anderen Seite der Langen Brücke sind Sie schließlich am End- und gleichzeitig am Ausgangspunkt der Tour angelangt.