Die Familien-Plattform zur Bestseller-Reihe

Aussichtstürme

Von oben wirkt eine Stadt klein und unendlich groß zugleich. Während Häuser und Autos schrumpfen, erstreckt sich das Häusermeer in alle vier Himmelsrichtungen bis zum dunstigen Horizont. Tolle Aussichten auf Berlin haben Sie von folgenden Türmen:

Fernsehturm am Alexanderplatz 

Panoramastraße 1a

Der Fernsehturm ist mit seinen 368 m hinter dem Moskauer Fernsehturm der zweithöchste Europas. In 40 Sekunden saust der Fahrstuhl zur Aussichtsplattform in 203 m Höhe, von wo man bei gutem Wetter bis an den Stadtrand schauen kann. Das Telecafé (10-1 Uhr) dreht sich um die eigene Achse, während hinter der Glasfront das Panorama Berlins vorbeizieht.

Öffnungszeiten: März-Okt tägl. 9-1 Uhr, Nov-Feb 10-24 Uhr. 
Eintritt: Kinder (3-16 J.) € 3,50, Erw. € 7
Kontakt: Tel. 030-242 33 33. www.berlinerfernsehturm.de

Grunewaldturm auf dem Karlsberg

Havelchaussee 61

Der Grunewaldturm wurde zu Ehren Kaiser Wilhelms I. erbaut. 205 Treppenstufen sind zu erklimmen. In 54 m Höhe bietet sich ein schöner Blick über die Havel. Restaurant am Fuß des Turms. Geöffnet: tägl. 10-18 Uhr, im Winter bis zum Einbruch der Dunkelheit. 

Eintritt: Kinder (bis 14 J.) € 1, Erw. € 1,50
Kontakt: Tel. 030-304 12 03

Messe-Funkturm

Der 150 m hohe Funkturm auf dem Messegelände (Eingang Hammarskjöldplatz) stammt aus dem Jahr 1924 und ist einer der ältesten Funktürme überhaupt. Das Feinschmeckerrestaurant gehobener Preisklasse ist Di bis So von 11.30 bis 23 Uhr geöffnet (Küche 12-15 u. 18-22 Uhr). Kinderkarte!

Eintritt: Der Besuch von Restaurant und Aussichtsplattform kostet € 3,50, Kinder € 2. 
Öffnungszeiten: Die Plattform ist Mo 11-21, Di-So 10-23 Uhr geöffnet, bei Sturm oder Schnee vorab anrufen.
Kontakt: Tel. 030-3038 29 00

Die Siegessäule

Die Siegessäule am Großen Stern (Straße des 17. Juni) ist mit ihrem 8,3 m großen goldenen Engel Viktoria eines der berühmtesten Denkmäler der Stadt. Die 67 m große Säule, die liebevoll »Goldelse« genannt wird, hat zwei Plattformen, die einen Ausblick auf den Tiergarten und bis zum Brandenburger Tor bieten.

 

Öffnungszeiten: Sommer 9.30-18.30 Uhr, Winter 9.30-17 Uhr. 
Eintritt: € 2, Kinder € 1,50
Kontakt: Tel. 030-391 29 61

Französischer Dom

Die Aussichtsplattform des Französischen Doms am Gendarmenmarkt erreichen Besucher über eine steinerne Wendeltreppe mit 254 Stufen. Schilder an der Brüstung helfen beim Orten von Dom, Museumsinsel und Siegessäule.

Öffnungszeiten: tägl. 9-19 Uhr. 
Eintritt: € 2, Kinder (ab 4 J.) € 1,50.

Kollhoff-Gebäude

Das Kollhoff-Gebäude am Potsdamer Platz verspricht in seiner 24. und 25. Etage Besuchern einen super Ausblick über die modernen Neubauten auf dem Gelände. Die Aussichtsplattform »Panorama« ist über den Eingang Alte Potsdamer Straße zu erreichen und bietet einen wunderschönen Blick.

Öffnungszeiten: Di-So 11-20 Uhr (letzter Einlass: 19.30 Uhr)
Eintritt: Kinder € 2,50, Erwachsene € 3,50.

Glockenturm

Der Glockenturm am Olympia-Stadion (Charlottenburg) wirkt aus der Ferne wie ein Gefängnisturm. Der Ausblick über den Grunewald im Süden und die Berliner City im Westen ist dafür umso schöner. Bei guter Sicht von der Aussichtsplattform des 77 Meter hohen Bauwerks blickt man bis nach Potsdam.

Öffnungszeiten: Sa/So bei schönem Wetter geöffnet. 
Eintritt: € 2,50, Kinder € 1. 
Kontakt: Tel. 030-305 81 23

Stadtrundgänge & -fahrten

Etwas über die Stadt zu lernen, in der man lebt, ist sicher eine vernünftige Sache. Aber kann das auch Kindern Spaß machen? Und ob! Zum Beispiel mit diesen Stadtführungen und Cityrundgängen.

Auf den Spuren der Mauer 

Selbst wer es erlebt hat, kann es sich heute kaum noch vorstellen: 1961 wurde eine Mauer mitten durch Berlin gebaut, zum Teil quer durch Häuser hindurch, trennte Familien und Freunde. 1989 fiel die Mauer, und heute erinnert fast nichts mehr an das Betonmonstrum. Mit einem kleinen Spaziergang können Sie sich trotzdem ein Bild von der Mauer machen. Ihre Kinder sollten allerdings mindestens 10 Jahre alt sein und das nötige Politikinteresse aufbringen. Los gehts am S-Bahnhof Potsdamer Platz, wo Sie in Richtung Stresemannstraße aussteigen, die Sie hinunterlaufen. Dann biegen Sie links in die Niederkirchner Straße – zwischen dem ehemaligen Preußischen Landtag, jetzigem Sitz des Abgeordnetenhauses (links), und dem Martin-Gropius-Bau (rechts) hindurch, bis Sie vor einem ca. 100 m langen Mauerstück stehen. Es ist eingezäunt, da scheinbar immer noch immer »Mauerspechte« unterwegs sind, um sich ein Andenken mitzunehmen. Weiter gehts durch die Niederkirchner- und Zimmerstraße. Bis zur Axel-Springer-Straße kennzeichnen in der Zimmerstraße in die Fahrbahn eingelassene Pflastersteine den Mauerverlauf. Biegen Sie aber vorher nach rechts in die Friedrichstraße zum »Haus am Checkpoint Charlie« (Tel. 253 72 50, tägl. 9-22 Uhr, Kinder ab 11 J. € 4,50, Erw. € 7,50). Dort ist die Geschichte der Mauer mit Fotos und Texten dokumentiert. Sehr eindrucksvoll sind zahlreiche Fluchtobjekte wie umgebaute Autos, Heißluftballons oder ein Motordrachen. Wer noch mehr Mauer sehen möchte, nimmt die S-Bahn zum Nordbahnhof. Unweit davon, in der Bernauer Straße, steht ein ca. 150 m langer Mauerrest als Gedenkstätte. Gegenüber (Bernauer Str. 111) wurde 1999 ein Dokumentationszentrum eingerichtet, das mit Bildern und kurzen Texten über die Mauergeschichte informiert (Tel. 464 10 30, Mo-Fr 10-17 Uhr, Eintritt frei). Nahe dem U-Bahnhof Schlesisches Tor, an der Mühlenstraße liegt die »East-Side-Gallery«. Dieses 1,3 km lange Mauerstück wurde von Künstlern aus aller Welt bemalt und entwickelte sich zur »längsten Open-Air-Galerie« der Welt. Über ihre Zukunft scheiden sich die Geister: Die einen wollen das Mauerüberbleibsel als Geschichtszeugnis erhalten, die anderen würden die Galerie – wegen Vandalismus biete sie ein trostloses Bild – lieber abreißen.


Die „Kinderinsel“ 

Im Kinderhotel »Kinderinsel« können kleine Berliner oder Berlin-Besucher nicht nur schlafen, sondern auch auf Tour gehen. Erlebnistouren wie »Historischer Hafen«, »Ab durch die Mitte« oder »Rätselrallye durch das Regierungsviertel« stehen hier auf dem Programm. Außerdem lernen Kids ab 6 Jahren bei Ferienworkshops die Stadt kennen. 6-10 Stunden Tagesbetreuung oder bis zu 14 Stunden Nachtbetreuung kosten samt Verpflegung € 59 (jede weitere Stunde € 10), Ferienworksshops (Mo-Fr.10-17 Uhr) pro Woche € 199.

Adresse:
Eichendorffstr. 17
Berlin (Mitte)

Kontaktinformationen:
www.kinderinsel.de
Tel. 030-41 71 69 28



Kinderstadtführung in Potsdam

Potsdam ist immer ein Besuch wert - und zwar nicht nur wegen Sanssouci. Die ein oder andere nicht so bekannte Ecke in Potsdam, die historische Architektur und natürlich auch das holländische Viertel entdeckt man am besten im Rahmen einer Stadtführung. Besonders spannend für Kinder: die Archi-Touren Potsdam. Hier können die Kids eine „Zeitreise“ durch Potsdam unternehmen, auf den „Spuren der Steine“ wandeln oder – „Lirum, Larum, Löffelstiel“ – sich bei einem Such-Spiel-Spaziergang im Neuen Garten vergnügen – je nachdem welche thematische Führung gewählt wird. Immer dabei: Die Handpuppe Friwi, die den Kindern auch die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe verständlich macht.

Adresse:
Große Weinmeisterstr. 52
14469 Potsdam

Kontaktinformationen:
Tel. 0331 / 280 35 01
Ansprechpartnerin: Maria Grotthoff-Schmitz
www.archi-tour-potsdam.de



Potsdam per pedales 

Nicht per pedes, sondern per pedales werden Sie hier durch die Brandenburger Landeshauptstadt geführt. Am S-Bahnhof Potsdam-Stadt beginnen die Stadtrundfahrten hoch zu Metall-Ross. Die Tour »Alter Fritz«, bei der auf ca. 20 km die berühmten Schlösser Sanssouci oder Cecilienhof abgeradelt werden, kann man auch gut alleine unternehmen. Wer Wert darauf legt, die historischen Bauten sachkundig erklärt zu bekommen, ist bei Potsdam per pedales an der richtigen Adresse. Die vierstündige Tour »Potsdam Royal« (Sa 14 Uhr) kostet € 10, erm. € 8, eine dreistündige Tour durch Babelsberg (So 15 Uhr) € 8, erm. € 6. Die Fahrten werden von Mai bis Sep oder auf Vorbestellung angeboten. Wunschrouten auf Nachfrage.

Adresse:
Rudolf-Breitscheid-Str. 201
14482 Potsdam

Kontaktinformationen:
www.potsdam-per-pedales.de
Tel. 0331-748 00 57

Bauwerke & Geschichte

Jede Stadt hat ihre Wahrzeichen. Ob es das Rathaus, die Kirche oder die mittelalterliche Gasse ist – zum echten Sightseeing-Programm gehören sie dazu. Nicht verpassen sollten Sie und Ihre Kinder folgende Gebäude und Plätze!

Reichstag 

Fünf Jahre lang dauerte der Umbau bis 1999 der Reichstag als neuer Sitz des Bundestags und modernes Arbeitsparlament eröffnet wurde. Die langen Warteschlangen zeugen nach wie vor von der Begeisterung der Berliner und Berlin-Besucher: Eine 235 m hohe und 40 m breite Glaskuppel, die Architekt Sir Norman Foster dem Reichstag bei der Renovierung aufgesetzt hat, wurde zum Markenzeichen des historischen Gebäudes. Das Tolle: Für Besucher führen von der Dachterrasse (dahin gehts mit dem Fahrstuhl) zwei spiralförmige Rampen zur Aussichtsplattform in der Kuppel. Dort können Sie entlangspazieren und – einmal rundherum – die Aussicht genießen: auf das neue Regierungsviertel zum Beispiel, oder auf die futuristische Architektur im Stil des neuen Jahrtausends am Potsdamer Platz. Und da die Buddelei im Herzen der Stadt noch kein Ende hat, dreht sich bestimmt irgendwo ein Baukran. Da die Besucher nur grüppchenweise eingelassen werden und einen Sicherheits-Check passieren müssen, kommt es zu Wartezeiten.

Adresse:
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin (Mitte)

Öffnungszeiten & Eintritt:
tägl. 8-24 Uhr (letzter Einlass 22 Uhr)
Eintritt ist frei
Infogespräche schriftlich anmelden

Kontaktinformationen:
www.reichstag.de
Tel. 030-22 73 21 52